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Auslandsschuljahr auch für Realschüler attraktiv
14.05.2008
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Seit mittlerweile 60 Jahren bietet AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. deutschen Schülern die Möglichkeit, im Rahmen eines Auslandsaufenthaltes interkulturelle Kompetenzen zu erwerben. Die Organisation nahm jetzt ihr Jubiläum zum Anlass, um an deutschen Schulen eine repräsentative und umfassende Bestandsaufnahme zum Thema Auslandsschuljahr durchführen zu lassen.
Eines der wichtigsten Ergebnisse: 64 Prozent der befragten Realschüler können sich vorstellen, ein Schuljahr im Ausland zu verbringen. Dies sind fast so viele Interessenten wie unter den Gymnasialschülern (68 Prozent). Auch der soziale Faktor spielt in diesem Zusammenhang offensichtlich keine größere Rolle: Die Zahl der Schüler, deren Familie sich einen derartigen Aufenthalt nach eigenen Angaben nicht leisten kann, ist bei beiden Schulformen nahezu gleich.
Die Mitarbeiter von AFS erkennen im Praxisalltag aber auch Unterschiede. Die offensichtlichste Differenz in punkto Schuljahr in anderen Ländern ist durch die Struktur der Schulen bedingt und betrifft den Zeitpunkt der Abreise. Während Gymnasiasten in der Regel vor der Qualifikationsstufe und damit während ihrer Schulzeit aufbrechen, gehen viele Realschüler erst nach ihrem Abschluss ins Ausland. Grund hierfür ist laut forsa die Sorge, bei einem Aufenthalt während der Schulzeit den Anschluss zu verlieren und dadurch schlechtere Noten zu riskieren. Daher ist für die Mehrzahl der Realschüler der beste Zeitpunkt für den Beginn eines Auslandsjahres zwischen Schulende und Berufsanfang.
"Wir beobachten verstärkt, dass Realschüler im Rahmen ihres Auslandsaufenthaltes offenbar häufig die Motivation für weiteres Lernen finden", sagt AFS-Geschäftsführer Mick Petersmann. "Nach ihrer Rückkehr machen überdurchschnittlich viele von ihnen Abitur oder beginnen ein Studium."
Wer sich für einen Auslandsaufenthalt im kommenden Schuljahr 2009/2010 interessiert, muss sich mit seiner Bewerbung allerdings sputen, da die Anmeldefrist bereits am 15. Mai diesen Jahres endet.
Über AFS Deutschland:
Die deutsche Organisation "AFS Interkulturelle Begegnungen e.V." arbeitet gemeinnützig und ist Träger der freien Jugendhilfe. Die Zentrale sowie ein Regionalbüro haben ihren Sitz in Hamburg. In Berlin, Wiesbaden und Stuttgart gibt es weitere Regionalbüros. Neben dem Schüleraustausch ermöglicht AFS die Teilnahme an Freiwilligendiensten im sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich. AFS Deutschland kooperiert mit Partnerorganisationen in mehr als 50 Ländern. Der Verein finanziert sich aus den Teilnahme- und Vereinsbeiträgen, durch Spenden, Stiftungsgelder und öffentliche Mittel.
Weitere Ergebnisse der Studie finden Sie im Internet unter:
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