„Kunst ist auch etwas für Kinder"
05.05.2008, Maintaler Tagesanzeiger / leg
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Gaby Rieth
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Städtisches Kulturbüro neu besetzt: Gaby Rieth plant für 2009 eine neue „Familienkulturwoche" - Wer in Maintal in den vergangenen Jahren über kulturelle Veranstaltungen sprach, die von der Stadt initiiert wurden, der führte automatisch den Namen Ute Rieg im Munde. Die Dörnigheimerin war die personifizierte Anlaufstelle für Ausstellungen, musikalische Veranstaltungen und Lesungen, die in städtischer Regie vonstatten gingen. Ende 2007 ging sie in den Ruhestand und seit Februar hat nun Gaby Rieth das Kulturbüro im Rathaus Klosterhofstraße übernommen. Rieth statt Rieg also, das kann gerade bei Telefonaten zu Verwechslungen mit der Vorgängerin führen, da beide Namen eben sehr ähnlich klingen. Doch die 32-Jährige hat sich daran schon gewöhnt und ist mit ungebremster Tatkraft dabei, auf dem kulturellen Sektor etwas zu bewegen. Auch wenn die finanziellen Mittel der Stadt für das Pflänzchen Kultur weiterhin überschaubar, sprich eher gering sind. Dafür aber - und das hat Gaby Rieth schnell erkannt - sind die kulturellen Aktivitäten von Vereinen und Kirchengemeinden in Maintal vielfältig. Das Angebot in allen vier Stadtteilen kann sich so durchaus sehen lassen. Tagesanzeiger-Redakteur Lars-Erik Gerth sprach mit der in Bruchköbel wohnenden früheren Erzieherin über ihre Pläne. Obwohl sie erst 32 Jahre alt ist, hat Gaby Rieth schon Berufserfahrung in verschiedenen Bereichen gesammelt. Geboren ist sie zwar in Marburg, ihre ersten Lebensjahre verbrachte sie jedoch in Cochem an der Mosel, ehe die Familie in den Main-Kinzig-Kreis zog, zunächst nach Schöneck und 1984 schließlich nach Bruchköbel, wo Gaby Rieth heute noch wohnt. Als passionierte Leichtathletin trainierte sie einst im Leichtathletik Zentrum (LAZ) Bruchköbel. Marion Eyerkaufer, die Frau des Altlandrats, hatte sie damals unter ihre Fittiche genommen. Und Karl Eyerkaufer selbst war später ihr oberster Vorgesetzter, denn die gelernte Verwaltungsfachangestellte war nach ihrer Ausbildung beim Main-Kinzig-Kreis beschäftigt, bei dem sie zuletzt im Gesundheitsamt tätig und unter anderem mit den Schulärzten in Sachen Einschulungsuntersuchungen unterwegs gewesen ist. Da ihr der Umgang mit Kindern sehr liegt, entschloss sie sich dazu, die Laufbahn einer Erzieherin einzuschlagen. Als solche kam sie dann zur Stadt Maintal, arbeitete ein Jahr in der Kita Vilbeler Straße in Dörnigheim und anschließend zwei Jahre in der Hochstädter Kita Ahornweg. Im Anschluss daran siedelte Gaby Rieth in den städtischen Fachdienst Kinder- und Familienförderung über. Aus diesem erfolgte nun der Wechsel ins Kulturbüro. „Als die Stelle von Ute Rieg ausgeschrieben wurde, habe ich mich gleich beworben. Kultur hat mich schon immer interessiert. Und mir liegt sehr daran, gerade junge Menschen für Ausstellungen oder Musik zu begeistern", so die verheiratete Wahl-Bruchköbelerin. Bei den Besuchen der städtischen Ausstellungen im vergangenen Jahr sei ihr aufgefallen, dass nur sehr wenige Kinder und Jugendliche dort hinkämen. Viele junge Maintalerinnen und Maintaler könnten auch überhaupt nichts mit dem Historischen Rathaus anfangen und wüssten nicht, was es dort für Veranstaltungen gibt. „Das möchte ich ändern. Und da hilft es mir, dass ich als Erzieherin und im Bereich Kinder- und Familienförderung tätig war", ist Gaby Rieth überzeugt. Entsprechend hat sich die 32-Jährige als erste eigene Idee, die sie verwirklichen möchte, eine „Familienkulturwoche" zum Ziel gesetzt, die im April kommenden Jahres in Szene gehen soll. Kunst für junge Familien soll es geben. Noch ist Gaby Rieth dafür auf Suche nach Bündnispartnern. Mit ins Boot nehmen möchte sie Vereine, das Frauenbüro und die städtischen Büchereien. Die ersten Gespräche hat sie schon geführt und dabei sei sie auch auf sehr positive Resonanz gestoßen. Ganz im Sinne der Öffnung von Kultur für den Nachwuchs steht auch die kommende Ausstellung im Historischen Rathaus. „Der Termin war noch frei und da kam ich auf die Idee, das Kinder Kunst Haus in Wachenbuchen zu gewinnen, sein neuestes Projekt ab Freitag vorzustellen." Die Mädchen und Jungen haben dabei bekannte Werke der Renaissance wie zum Beispiel Leonardos „Mona Lisa" aus ihrer Sicht interpretiert und kreativ neu gestaltet. „Auf die Ergebnisse dürfen die Besucher gespannt sein", so Gaby Rieth, die sich in ihrem neuen Arbeitsgebiet sichtlich wohlfühlt und auch schon die Planungen für das nächste Gänsseeweiher-Festival am 2. August vorangetrieben hat.
Gänsseeweiher-Festival 2008 steht
„Die ,Frankfurt City Bluesband', ,Wüst & Band' und ,Brass Apeal' werden dabei sein. Anselm Wild hat da wieder ein tolles Programm zusammengestellt. Auf diesen Termin freue ich mich schon sehr", gibt die städtische Ansprechpartnerin in Sachen Kultur bereits einen Ausblick.
Wer mit ihr Kontakt aufnehmen möchte, kann dies telefonisch unter (0 6181) 40 07 25 oder per E-Mail kultur@maintal.de tun. Die Kulturtermine finden sich auch weiterhin im monatlichen Faltblatt Kultur.Punkt (im Internet zudem auf der städtischen Homepage www.maintal.de).
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