| Pädagogisches Grundkonzept | ||
Kindertagesstätten Stadt Maintal
Die Grundlage für die Konzeption ist das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) sowie bundeslandspezifische Ausführungsgesetze, wie z.B. das seit 1994 in Kraft getretene Hessische Kindertagesstättengesetz, das den Rechtsanspruch auf einen Kindertagesstättenplatz ab dem dritten Lebensjahr garantiert. Letztendlich wird die institutionelle Konzeption nach gezielter Analyse des familiären Umfeldes schriftlich fixiert, regelmäßig überarbeitet und unterliegt somit den tendenziellen Veränderungen.
Den pädagogischen Rahmen für die Arbeit in den Kinderbetreuungseinrichtungen in Maintal bildet der „Situationsansatz“. In der Theorie zum Situationsansatz wird die Zielvorstellung vertreten, dass Kinder verschiedenster Herkunft dazu befähigt werden sollen, in allen gegenwärtigen und zukünftigen Lebenssituationen möglichst autonom, solidarisch und kompetent zu handeln. Dieser Arbeitsansatz versteht Kinder als selbstständige Akteure ihrer Entwicklung. Er betont die Bedeutung von Partizipation aller Kinder und Jugendlichen an allen sie betreffenden Entscheidungsprozessen. Wichtiges Merkmal des Situationsansatzes ist: Das Lernen und die Entwicklung von Kindern ist in Bezug zu ihrer Lebenssituation zu betrachten. Dies ist von den pädagogischen Fachkräften dialogisch zu ermitteln. Da die Lebenssituation nicht nur im institutionalisierten Rahmen der jeweiligen Betreuungseinrichtung ermittelt werden kann, sind die Öffnung der Kinderbetreuungseinrichtungen zum Gemeinwesen hin, die aktive Zusammenarbeit mit Eltern sowie der Einsatz von Sozialraum- und Stadtteilanalysen zur Ermittlung von einer angemessenen Bildungsplanung und -begleitung unumgänglich. Um den Bezug zur Lebenswelt von Kindern und ihren Familien in dem Bildungs- und Betreuungsangebot von Kinderbetreuungseinrichtungen zu gewährleisten, sind folgende Aspekte für die pädagogische Arbeit bedeutsam:
Schwerpunkte des Konzeptes:
| Altersmischung und Alterserweiterung (familienähnliche Erfahrungsräume) | |
| offene Raumkonzepte/ Funktionsbereiche/-räume | |
| vielfältige Angebote und Wahlfreiheit | |
| interkulturelle Erziehung | |
| flexible, bedarfsangepasste Betreuungszeiten | |
| Integration von behinderten oder von Behinderung bedrohten Kindern | |
| Erziehungspartnerschaft mit Eltern | |
| kontinuierliche Konzeptentwicklung und -anpassung | |
| Qualitätsentwicklung, Selbst- und Fremdevaluation | |
| Vernetzung und Kooperation, Zusammenarbeit mit allen am pädagogischen Prozess beteiligten Personen und Institutionen | |
| Angebote für alle Kinder im Wohnumfeld (auch für Besucherkinder) | |
| Öffnung der Kinderbetreuungseinrichtungen in das Gemeinwesen | |
| Arbeit im Netzwerk | |
Da der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan genau auf diesen Entwicklungsaspekten aufbaut, prozesshafte Bildungsbegleitung zum Grundsatz hat, verfügen wir in den städtischen Einrichtungen langjährig über eine kompetente fachliche Basis, die den Ausbau einer qualitativ guten Bildungsbegleitung problemlos anschließt.
Quelle: Kindertagesstättenentwicklungsplan der Stadt Maintal 2007-2012
In allen Kindertagesstätten gibt es ein schriftlich fixiertes Konzept. Dieses bedeutet, in einem gemeinsamen Verständigungsprozess Klarheit über Ziele, Methoden und Verfahren innerhalb der Tagesstätte zu gelangen. Es gilt fachliche Kenntnisse und Erfahrungen zu bündeln, die eigene pädagogische Arbeit innerhalb des Teams zu reflektieren, zu modifizieren und dem sich veränderten Bedarf anzupassen. Die aktuellen Herausforderungen machen die Fortschreibung eines pädagogischen Konzepts in den Einrichtungen dringlich. Um die Anforderungen an die konzeptionelle Arbeit zu gewährleisten, steht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein entsprechendes Zeitbudget zur Verfügung, dem bei Bedarf auch die Fortbildungswoche dienen kann. Des Weiteren ist supervisorische Beratung für Teamprozesse von hoher Bedeutung, wobei diese selbst wiederum auf konzeptionelle Grundlagen angewiesen ist.
Es gibt eine übergeordnete pädagogische Leitung, die beratend tätig ist, auf politischer Ebene gemeinsam mit den Leiterinnen die Interessen der Häuser vertritt, ebenfalls mit den Leiterinnen die Zusammenarbeit der Häuser koordiniert und für den Bereich Fortbildung zuständig ist.
| Kontakt |
Fachbereich Kinder, Familie und Jugend der Stadt Maintal Heidrun Barnikol-Veit - Fachbereichsleitung Klosterhofstraße 4-6 63477 Maintal |
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| Telefon | 06181 - 400 723 | |||
| kindertagesstaetten@maintal.de | ||||
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